Erste Schläge

Moin ihr lieben Freunde der Timpe Te, Unterstützerinnen und Unterstützer geistiger, handwerklicher und finanzieller Art!!!

Es ist so weit: wir können mit Stolz sagen, dass die Timpe Te sich in ihrem Klassiker-dasein wiedergefunden und in Flensburg schon eine kleine Bekanntheit geworden ist. Jetzt, wo sie längsseits in der Hafenspitze bei den Klassischen Yachten liegt, kann sie ihre ganze Schönheit zeigen und ist, wie man in unserer Generation sagt, ein wahrer eye-catcher 🙂

Auch erste Schläge sind schon gemacht, wobei wir die letzten beiden Wochen wunderbar auskosten konnten, und mit denen, die das letzte jahr viele Stunden an Arbeit in das Boot gesteckt haben, die erste Ernte einzufahren.

Ein paar Impressionen:

Mast -Stellen mit vereinten Kräften. Alles Laufende und Stehende Gut am Mast muss vorher angeschlagen sein – hier ist Koordination gefragt.

 

…Mit angeschlagenen Segeln

 

    

Der erste Schlag mit Mascha und Philipp – noch weht ein leichter Wind…

 

…Doch dann frischt es auf und unter Fock und gerefftem Großsegel legt die Timpe Te auf raumen Kursen zum ersten mal richtig Tempo vor.

 

Der Wind frischt immer weiter auf, bis wir um die fünf Windstärken haben – ein Wind, der für die Jungfernfahrt schon sehr fordernd ist. Wir stecken das zweite Reff im Groß (nun ist das Segel nur noch halb so groß) und fangen an zurück richtung Flensburg zu segeln. Mit schlecht getrimmtem Großsegel (im Video sieht man das flatternde Achterlieg) und einem stark versetzten Segeldruckpunkt stampfen wir hoch am Wind richtung Flensburg zurück. Zwischenzeitlich spielen wir mit dem Gedanken, den nächst besten Hafen anzulaufen, da das noch unbekannte Boot so schwer handhabbar zu sein scheint und keine Maschine an Bord, noch ein Motorboot, das uns reinschleppen könnte, in Sicht ist. Doch wir nähern uns langsam der Landabdeckung von Wassersleben, wo die Welle immer kleiner wird. Auch der Wind lässt nach und wir schaffen es noch, in den Hafen von Flensburg zu kreuzen.

Die nervenaufreibende Jungfernfahrt hat gezeigt, was das Boot ab kann, ist aber keinerlei Vergleich zu anderen, folgenden Schlägen, in denen sich die Timpe Te als lange nicht so storrisch und schwer zu trimmen bewiesen hat.

 

Dieser Butt, genäht von Astrid, ist so eine Art Schutzpatron und Klabautermann der Timpe Te 🙂 Er darf natürlich auf keiner Fahrt fehlen 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf die Jungfernfahrt folgen zwei goldene Oktoberwochen, in denen die Timpe Te mit unterschiedlichen Crews täglich auf der Förde und im Hafen parade segelt. Bei 3-4 Windstärken ist das 2,5 Tonnen schwere Boot in der Lage, auf raumen Kursen Rumpfgeschwindigkeit zu erreichen, ca. 6 1/2 Knoten.

 

 

 

Vielleicht basteln wir uns für nächstes Jahr ein Klüverbaum-Netz, in das man sich dann legen und übers Wasser schweben kann 😉

 

Beeindruckend ist die Rolle des Großsegels, welches seinem Namen alle Ehre erweist – mit frei fliegendem Unterlieg, Unterlieg-, Vor- und Achterliegstrecker ist es toll trimmbar und auf Raumen Kursen ein wahrer Ballon, der jeden Windhauch sofort in Fahrt umwandelt.

 

Im Oktober noch Füße braten? Ja das geht! 🙂

 


Auch an der Kreuz macht sich die Timpe Te unter voller Montur sehr gut und hat für einen Gaffelsegler einen erstaunlich geringen Wendewinkel.

 

Mit der Backe weit im Wasser, ist man dem Element immer nahe.

 

 Und in der güldnen Abendsonne geht’s dann zurück in den Hafen – nostalgische Gefühlsausbrüche sind hier Tagesordnung 😉

 

Auch ohne Wind lässt sich die Timpe Te segeln 🙂

 

  

gründlich klar-Schiff gemacht, folgt dann gern ein gemütlicher Abend 🙂

 

 

Viele, vor allem die Mitarbeitenden, konnten dieses Jahr noch erleben, mit der Timpe Te zu segeln. Jetzt wird es kalt und die Tage immer kürzer. Wir werden das Boot noch eine Weile im Wasser lassen, und bestimmt auch noch segeln gehen. Das Mitsegeln für die Spender und andere Unterstützer heben wir uns aber lieber für das nächste Frühjahr auf, das uns hoffentlich ein wunderschönes Wetter bescheren wird! Falls doch noch jemand ganz erpicht sein sollte, dieses Jahr noch den Timpe Te – spirit (in Form eines Kaffees an Bord oder eines Nachmittagsschlags) erleben zu wollen, kann er/sie sich natürlich gerne bei uns melden 😉

Im Winter (noch unklar wann genau), wird das Boot auch für eine Zeit aus dem Wasser geholt, um kleinere Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten zu machen. Dazu, wenn es so weit ist, mehr 😉

Einen wunderschönen Herbst wünscht das Team Timpe Te!

10 Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch zu den ersten erfolgreichen Schlägen nach so viel Arbeit am Boot und so vielen traurigen Jahren an Land! Ich freue mich schon, Timpe Te in der kommenden Saison auf der Förde zu treffen – auch wenn sie für mich wohl immer die Dulcibella bleiben wird…;-)

  2. Moin, moin nach Flensburg,

    herzlichen Glückwunsch Euch allen und liebe Grüße aus Südtirol.

    Dani und Salvi aus Brixen

    P.S. Habt ihr alle toll gemacht. Danke, dass wir via dieser Infos daran teilhaben durften.

  3. HI, hab euch nun ein paarmal schon auf dem Wasser gesehen und freue mich, dass die Filmdiva nun wieder segelt. Ich hab sie sofort erkannt dort in der Hafenspitze. Liege gegenüber Steg C aussen. Bleibe im Wasser und komme somit dauernd an ihr vorbei. Tolle Arbeit.

  4. Grandios, das es dann doch so schnell geht, ich bin begeistert.Tolle Filmchen, sieht alle gut aus.Da hat „Sie“ja
    schon mal richtig Tempo gemacht.

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