Schicht eins, Schicht zwei, Schicht drei, Schicht vier – da steht der Hochglanz vor der Tür

Pinseln, essen, schlafen, pinseln, essen, schlafen,…

Definieren des Wasserpasses durch Schttenwurf – einfach aber genial

 

Dank des großteils guten Wetters, die letzten drei Wochen, haben wir einiges an Lacken, Ölen und Grundierungen auf der Timpe Te verteilen können. Der Aufbau trägt bereits fünf Anstriche, das Unterwasserschiff zwei Primeranstriche und auch an anderen Stellen, sei es aus stilistischen Gründen oder funktionsbedingt, haben wir fleißig den Pinsel geschwungen. Um den Wasserpass in einer schönen Geraden auf dem Rumpf klar zu definieren, haben wir uns an einem recht windigen, aber trockenen Abend auf eine kleine Nacht- und Nebelaktion getroffen. Mit einer Lichtquelle von einem festgelegten Punkt haben wir den Schatten einer leichten, stark gespannte Leine auf den Rumpf projeziert. Das ganze hat sogar besser geklappt, als wir es uns vorgestellt hatten. Mit Klebeband abgeklebt und dem Cuttermesser exakt zugeschnitten war am nächsten Tag eine schöne Gerade über den ganzen Rumpf festgelegt um die erste Primerschicht ganz bis zum Wasserpass zu streichen.

Lena beim Pinseln

 

Am Überwasserschiff des Rumpfes belassen wir es fürs erste beim Ausbessern von kleinen Macken und unterlaufenen Stellen des Lacköles. Fürs Abziehen des gesamten Überwasserschiffes fehlt uns momentan die Zeit – das Boot soll ja auch mal wieder das Wasser zu sehen bekommen 🙂

Stilistische, nicht lange dauernde Spielereien, wie das schwarz-streichen aller nicht dem Abrieb von Tauwerk o.ä. ausgesetzten metallernen Elementen müssen auch immer mal wieder drin sein. Auch Bug, Schwertkasten und die Decke der Kajüte erstrahlen schon in einem neuen, fast schon fluoreszierenden weiß.

 

 

 

 

 

Auf Tauchgang – Pinseln unter Deck mit Gasmaske und Kopftuch

 

 

Arbeitssicherheit? – gewährleistet! 🙂

Verkleben der Längsrisse in den Spanten

Epoxy, der geschätzte, aber auch gefürchtete Alleskönner

Das Spezial-Epoxy G-Flex kam das erste mal beim Verkleben der Längsrisse in den Spanten im unteren Bilgenbereich zum Einsatz.  Mit Papierstücken unter den Spanten haben wir verhindert die Spanten mit den Planken zu verkleben. Kleine Holzstücke von außen dienten der gleichmäßigen Druckverteilung der Schraubzwingen. Zuerst haben wir eine reine Harz-Härter-Mischung in die kleinen Risse gegossen und mit dem leichten Aufhebeln mit einem Spachtel versucht einen Kapillareffekt zu erzielen, damit das Harz so tief wie möglich in den Riss läuft. Mit dem erzeugten Druck der Schraubzwingen nach mehrmaligem „Nachgießen“ ist das Harz meißt immer schon nach oben und unten (wenn der Riss ganz durch den Spant ging) rausgedrückt worden. Wo größere Risse vorhanden waren haben wir mit angedicktem Epoxy gearbeitet um eine bessere Haftung zwischen den unebenen Holzstukturen zu erzielen.

Päuschen mit Liebe 🙂

Stilistisch, aber auch funktional bedingt haben wir uns jetzt für einen Anthrazitfarbenen (Grau-schwarzen) Endanstrich des Unterwasserschiffes entschieden. Das liegt vorallem daran, dass wir einige umweltbewusste Mitstreiter unter uns haben und wir uns somit nach einem biozidfreien Antifouling umgesehen haben. Wir werden das, für Nord- und Ostsee entwickelte, rein physikalisch wirkende LeFANT SPF MARK 5 Antifouling verwenden, welches eben nur in Anthrazit und Blau erhältlich ist.

 

 

 

 

 

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