Spierenparade und co.

„Guck mal, ein Baum!“ – „Ne, das ist doch ein Mast!“ – „Was ist noch gleich der Unterschied zwischen Mast und Baum?“

Solche Konversationen bekamen wir ein paar mal von den interessierten Passanten zu hören, als wir an einem grauen Nachmittag die Zehn Meter lange Spiere (also den Mast der Timpe Te) durch die Flensburger Fußgängerzone gekarrt hatten. Mit einer Mastenwagen ähnlichen Konstruktion aus einem Bollerwagen und einer Baumschere hatten wir eine etwas primitive, aber doch funktionierende Möglichkeit den Mast ohne großen Aufwand in die Winterlagerhalle auf die andere Seite der Förde zu bringen, wo wir in den dunklen Monaten die Möglichkeit haben Mast, Baum, Gaffel und Klüverbaum zu überholen.

Noch in den Ferien hatten wir bereits den Innenausbau des Bootes raus genommen, um das Innere des Bootes, also Spanten und Planken, im Überblick zu haben, und demnächst soll dann auch der Motor raus, um das „Holzleben“ darunter zu erforschen, zu beurteilen und die anfallenden Arbeiten daraus zu folgern.

Timpe Te ohne Innenausbau: Gute Übersicht auf die großteils noch guten Spanten und Planken

 

 

 

 

Erste Schlüsse…

Kielbolzen in bestem Zustand

 

Zusammen mit Bootsbauern und Tischlern konnten wir auch schon erste Schlüsse ziehen, was als nächstes zu tun ist und was man auf jeden Fall überprüfen sollte.

Unter anderem war es erst einmal wichtig sich ein Bild von den Kielbolzen, also der Verbindung zwischen Kielschwein und dem 700 kg schweren Ballast, zu machen. Es stand die Vermutung, dass diese nämlich durch Korrosion so gut wie vollständig durchgefressen seien. Das konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen, schließlich hing davon ab, ob man den ganzen Kiel hätte abnehmen müssen, oder nicht. Innerhalb einer Stunde war der erste Keilbolzen von vorne gezogen und wir stellten erleichtert fest, dass es sich um Niro-Bolzen handelt und diese somit keinen Schaden durch Korrosion genommen hatten.

Mit regelmäßigen Treffen am Samstag, wollen wir die wichtigsten Stellen am Boot begutachten und Schäden soweit es geht beheben. Nächsten Samstag soll dann die 120 kg schwere Maschine aus dem Cockpit. 

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