Was so ansteht…

Öl, Primer und co. – was wir so verwenden…

Vorallem geht es jetzt darum die Timpe Te davor zu schützen, noch mehr Feuchtigkeit aus dem Holz an die Luft abzugeben. Deswegen werden wir die nächsten Tage auch die erste Schicht Primer im Unterwasserbereich aufbringen. Wir verwenden hierfür den Chlor-kautschuck-Primer Sigma Vikote 18 von Toplicht, der ursprünglich aus der Berufsschiffart kommt und als Eigenart auch auf Teer und Bitumen-Rückständen haften soll, was bei der Timpe Te doch von Bedeutung ist. Außerdem soll er eine dichtende Wirkung haben und gleichzeitig elastisch bleiben. Welches Antifouling wir verwenden werden ist noch nicht ganz klar. Das vom selben Hersteller ist ein Langzeitantifouling soll nach Angaben ganze 36 Monate halten. Allerdings ist er nur in rostbraun erhältlich. Mit dem Teer und den zuvorigen Anstrichen war die Timpe Te im Unterwasserbereich immer schwarz gefärbt – ist nun die Frage, ob man diesen Stil beibehalten möchte, oder auch auf den alternativen, rostbraunen, Farbton umsteigt. Das naturhölzerne Überwasserschiff hat durch das UVR-Benar Öl auch schon einen rötlichen Ton. Wir sind noch am zweifeln, ob sich die, sich doch ähnelnden, Tönungen vertragen werden. Auf der Suche nach einem Exemplum mit einer Kombination aus naturhölzernem Überwasserschiff und rostrotem Antifouling sind wir bis jetzt nicht weiter gekommen – scheint wohl nicht so gängig zu sein, diese Kombi. Welche Farbe wir schlussendlich für das Unterwasserschiff nehmen werden wir noch im Team besprechen (wer zufällig ein Bild von einem solchen Boot parat kann es uns gerne zukommen lassen 🙂

Kleine Spielereien wie das polieren der Messing-Bullaugen sind dann in den „Pausen“ immer dran 🙂

Überwasser geht es auch weiter. Nachdem der Aufbau jetzt auch frei vom Benar-Öl war, haben wir die erste neue, mit 15% Terpentinersatz verdünnte, Schicht des Lacköles aufgetragen. Mit der Zeit sollen (da richten wir uns nach Herstellerangaben) noch mindestens vier weitere Antriche erfolgen um das Holz dauerhaft zu konservieren.

 

 

Wo ’s was zu reparieren gibt…

Risse an tragenden Verbänden unter starker Belastung mit G-Flex zu verkleben soll kein Problem sein.

 

 

Einzelne Risse entlang der Niete in den Spanten werden wir verkleben. Dabei verwenden wir das extra für Harthölzer entwickelte Spezialepoxy G-flex von West System, das verspricht, noch tiefer in schwer zu imprägnierende (dazu zählt unter anderem auch die Eiche, die einen Großteil der Timpe Te ausmacht), aber

kleine Risse entlang der Niete auf der Innenseite der Planken müssen nicht zwangsläufig ein Problem der Dichtigkeit darstellen. Vorsicht ist hier aber besser als Nachsicht 🙂

auch feuchte Hölzer einzudringen und eine stabililere, aber auch gleichzeitig flexiblere Verbindung als herkömmliches Bootsbau-Epoxy zu bieten. Eine Dehnfähigkeit von bi zu 30% und Spannungs- und Vibrationsbeständigkeit soll das Epoxy hergeben. Das ist nicht unerhelblich, wenn es um das Verkleben trockener Hölzer, die später wieder aufquillen werden, geht. Zum Arbeiten mit diesem Epoxy gehen wir auch hier wieder nach den gut in Worten gefassten und illustrierten Anweisungen des Herstellers (http://westsysteminternational.com/images/Gflex/german_gflex_650_instructions.pdf)

Ein Anwendungsort wird auch im Achterschiff unter der Motoraufhängung, die wir vor einiger Zeit auch schon rausgenommen hatten, sein. Dort befindet sich eine etwas größere Baustelle rund um die Verbindung der ersten beiden Plankengänge. Bei diesen ist die Landung, also die Fläche, an der sich bei einem Klinkerrumpf zwei Planken aufeinanderliegen und vernietet sind, nicht mehr tragfähig, da von innen die erste Planke in diesem Bereich stark angerottet ist. Eine komplizierte Stelle, an der man mit Vorsicht arbeiten sollte. Um die gesamte erste Planke – die eigentlich großteils noch in gutem Zustand ist – auszutauschen, fehlt uns das Fachwissen. In diesem Bereich die Planke auszutauschen, hieße, das Boot ganz anders aufzubocken, höchstwahrscheinlch den 700kg Ballast abzunehmen un auch die darüberliegenden Plankengänge zu lösen. Das ist das Los der geklinkerten Rümpfe. Wunderschön, aber sehr kompliziert, wenn es um das Austauschen von Planken geht. Nach unserem Mantra „pragmatisch – stabil und dicht“, haben wir uns jetzt eine alternative Lösung überlegt.

 

In einem weiteren Blog-Eintrag beschreiben wir mit Unterstützung von Skizzen, was wir vor haben.

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