Das Boot

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„Die Dulcibella läuft in Bensersiel ein“ – Aquarellgemälde von Peter Turz

Die Timpe Te wurde zwischen 1946 und 1948 auf der Husumer Schiffswerft gebaut. Sie war ein Hochzeitsgeschenk des Werftinhabers an seine Tochter und seinen Schwiegersohn. Die Linien des geklinkerten Spitzgatters orientieren sich an traditionellen Fischereifahrzeugen aus Mecklenburg-Vorpommern. Heimisch wurde das Boot jedoch nie auf den geschützten Boddengewässern der Ostsee, sondern stets in der rauen Nordsee.

In zweiter Hand diente sie dem Lehrer der Hallig Oland als Dienst- und Verkehrsfahrzeug. Viele Meilen legte sie in dieser Zeit zwischen Hallig, Festland und Inseln zurück. Unter einem späteren Eigner soll sie sogar einmal England umrundet haben.

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Der Schwan im Großsegel
 © KlausAndrews.com

Irgendwann führte ihr Weg nach Borsfleth an der Kremper Au. Damals war die Timpe Te noch hochgetrakelt, was man heute kaum noch vermuten würde. Mit dem Umbau auf ein Gaffelrigg erhielt sie auch ein besonderes Erkennungszeichen: die Silhouette eines Schwans im Großsegel – das Wappentier von Borsfleth. Die Konturen dieses Schwans sind auf Filmaufnahmen noch schwach zu erkennen. Ein späterer Eigner griff das Motiv erneut auf und ließ eine eigene Interpretation des Schwans auf neue Segel setzen.

Als Anfang der 1980er Jahre nach einem passenden Schiff für die Verfilmung von Das Rätsel der Sandbank gesucht wurde, erwies sich die Timpe Te als Glücksgriff. Mit ihrem charaktervollen Erscheinungsbild brachte sie genau die Ausstrahlung mit, die für die Rolle der „Dulcibella“ gesucht wurde. So wurde aus dem kleinen Nordseesegler ein Stück Fernsehgeschichte.

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Die Timpe Te in den 80er Jahren

technische Daten:

  • Länge über alles: 9,50 m
  • Rumpflänge: 7,00 m
  • Breite: 2,30 m
  • Tiefgang: 1,20/ 0,60 m
  • Gewicht: 2,5 t
  • Segelfläche am Wind: 35 m²
  • Takelung: Kutter mit drei Vorsegeln und Topsegel
  • Rumpf: Eiche auf Eiche, geklinkert
  • Deck: Teak auf Sperrholz